Hamburger beim Sternekoch

Posted on 19. August 2010 von

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Keiner hat mehr Michelin-Sterne als Joel Robuchon: 26 sind es nach aktueller Zählung, und es gibt einige Robuchon-Restaurants mehr auf der Welt, wo Frankreichs nationale Gourmet-Instanz mit den roten Bibeln einfach noch nicht mit dem Zauberstab hingekommen ist. In New York hatte ich vor Jahren den Entdecker- Spaß, im dortigen „Atelier de Robuchon“ einige der vielen kleinen Gänge zu essen, die es dort wie anderswo als Haus-Spezialität gibt (Reiser in Würzburg hat das mit Erfolg in Deutschland kopiert).

Kürzlich in Monte Carlo, wo Robuchon in einem kitschigen Hotelpalast namens Metropole nistet, stand ein „Burger“ auf der Karte. Der hat mit meinem Sozi-Freund Norbert, der lange Oberbürgermeister von Köln war, nichts zu tun, sondern zitiert fröhlich das Multi-Unternehmen McDonalds. Robuchons Hamburger kommt im Doppelpack mit Gänseleber: Zwei Mini-Burger, Brötchen aussen wie es sich gehört, kurz angebratenes Tatar dazwischen und die Gänseleber als Ersatz für die obligate Gurke als Mini-Klecks obendrauf. Na klar, es gibt auch Fritten dazu, und das Ganze bleibt durch und durch dekadent: Natürlich bleiben die Brötchenhälften liegen und der Großteil der Fritten auch, und gegessen hat man eine Mini-Portion „Steak Tatare“, leicht angebraten, mit einem Hauch Foie gras dazu, zum Robuchon-gerechten Preis von ich-glaube-es-waren-25 -Euro (kann mich irren, aber in Monaco verliere ich immer den Begriff fürs Geld). Isst man als Gang drei oder fünf von der Karte mit den Petitessen. Das Foto zeigt, was gemeint ist.

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