Geiz war schon immer geil

Posted on 12. September 2011 von

0



Im Werbeblatt eines Supermarktes Schweinekotelett für 39 Cent pro hundert Gramm gesehen, also  3,99 Euro pro Kilo. Da kann ich mir denken, wie das Fleisch in der Pfanne zusammenschnurrt, wenn das Wasser verdampft, das darin reichlich enthalten ist. Letzten  Monat habe ich in den Herrmannsdorfer Landwerkstätten in Glonn bei München das Fünffache bezahlt, und das war ein Weltklasse-Genuss: Fleisch der besonderen Art, bei dem selbst Moslems schwach würden.
Das ist kein Problem des Geldes, denn warum essen wir jeden Tag Fleisch und nicht nur alle fünf Tage? Dann wäre allen geholfen: den Menschen, die dann weniger dick und weniger krank wären, den Schweinen, denen die Massentierhaltung erspart bleibt, und der Umwelt von Boden bis Luft sowieso. „Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden gerechte Beute solcher Machenschaften.“ Das hat der englische Sozialphilosoph John Ruskin schon vor 120 Jahren geschrieben. Geiz war also schon damals geil.

Verschlagwortet: ,
Posted in: Kochen mit Spaß