Geht doch

Posted on 10. März 2012 von

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Hart, aber nicht unkaputtbar: Bone China

Knochenporzellan ist knochenhart – dass ermöglicht dünne Teller auch im Gastronomie-Einsatz, weil es nicht so leicht kaputt geht. Immer mehr Restaurants gehen deshalb auf dieses Material über, das auch „Bone China“ genannt wird und an seiner leicht gelblichen Färbung leicht zu erkennen ist: Dagegen wirkt normales Geschirr einfach nur grau. Das Geheimnis ist die Beimischung von Knochenasche (bones) bei der Herstellung, und das Ergebnis ist Eleganz der schlanken Form, die auch im täglichen Dauergebrauch besteht.

Lange war Bone China ein Privileg der englischen Manufaktur Wedgewood; Herr Dibbern aus Hamburg hat es auch auf deutschen Tischen heimisch gemacht, und andere ziehen jetzt nach. Ich liebe es daheim als fröhliches Frühstücksgeschirr mit frechen gelben Blumen, und wenn es im Restaurant auftaucht, freue ich mich.

Gestern habe zum ersten Mal gesehen, dass man auch dem Superporzellan Herr werden kann: Gleich drei Tacken hatte der Butterteller in einem Kölner Restaurant, und eine davon ist auf dem Foto zu sehen. So etwas dem Gast vorzusetzen nenne ich Sparsamkeit am falschen Fleck: Auch wenn Bone China teuer ist, sollte man bestoßene Teile beherzt wegwerfen. Sonst wird man schnell der Sorglosigkeit bezichtigt.

 

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